Wahlkreisportrait Zollernalb-Sigmaringen

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörten der Landkreis Balingen und die "zollerischen" Landkreise Hechingen und Sigmaringen zur französischen Besatzungszone. Mit der Gründung des Bundeslandes Württemberg-Hohenzollern im Jahre 1947 fanden die benachbarten Kreise erstmals in einem gemeinsamen Land zusammen. Kurz darauf, 1952, gingen die ehemals württembergischen und zollerischen Gebiete im neuen Südweststaat Baden-Württemberg auf. Im Zuge der Kreisreform entstand der neue Zollernalbkreis aus dem Kreis Balingen, dem Großteil des Kreises Hechingen sowie einzelnen Orten der alten Landkreise Rottweil, Stockach und Sigmaringen. Gleichzeitig entsteht der neue Landkreis Sigmaringen, der zu gleichen Teilen württembergische, hohenzollerische und badische Gebiete umfasst. Er setzt sich zusammen aus dem 1925 errichteten Landkreis Sigmaringen und zahlreichen Orten der umliegenden Landkreise Saulgau, Stockach, Überlingen und Reutlingen. Ebenfalls durch die Kreisreform 1973 entstand der Kreis Ravensburg aus der Vereinigung der Landkreise Wangen und Ravensburg. Ferner wurden einige Orte der Landkreise Saulgau und Überlingen sowie des Landkreises Biberach dem neuen Landkreis Ravensburg angeschlossen.

Zum Wahlkreis 295 Zollernalb-Sigmaringen gehört der größte Teil des Landkreises Sigmaringen sowie vom Zollernalbkreis der ehemalige Landkreis Balingen.


Wichtige Themen im Wahlkreis
Der Wahlkreis 295 liegt im Verkehrsschatten. Schnelle Anschlüsse an die Metropolregionen in Baden-Württemberg sind nicht vorhanden. Deshalb ist es - auch im Interesse der heimischen Wirtschaft - entscheidend, dass die vorhandenen Bundesstraßen bedarfsgerecht ausgebaut werden. Mit der Hochschule Albstadt-Sigmaringen haben wir ein attraktives Bildungsangebot von der Grundschule bis zum Hochschulabschluss. Dies ist ein Schritt dazu, jungen Menschen hier in der Region wieder eine Zukunft zu ermöglichen. Wichtig ist hierfür aber auch ein gutes Angebot an qualifizierten Arbeitsplätzen. Unsere Landschaft ist schön, auch weil wir viele Landwirte haben, die mit ihrer Arbeit einen wertvollen Beitrag zur Landschaftspflege leisten. Für sie muss wieder eine Politik gemacht werden, die sie nicht auf diesen Aspekt reduziert. Unsere Kinder müssen lernen, dass die Bauern der Garant für eine gesunde Ernährung sind. Die Bundeswehr ist ein wichtiger Faktor für zahlreiche Gemeinden. Deshalb ist es unumgänglich, die Standorte so weit wie möglich zu erhalten.

Statistische Werte

Fläche (2008)   1656,44 km²
Bevölkerung (2005) 287.577
     davon < 18 (2005) 58.845
     davon > 65 (2005) 53.588
Bevölkerung (2008) 250.867
     davon < 18 (2008) 47.597
     davon > 65 (2008) 50.526
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (2005) 84.875
     davon produzierendes Gewerbe (2005) 42.073
     davon Dienstleistungsbereiche (2005) 41.977
     davon Land- und Forstwirtschaft (2005) 835
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (2009) 99.892
     davon produzierendes Gewerbe (2009) 49.140
     davon Dienstleistungsbereiche (2009) 50.169
     davon Land- und Forstwirtschaft (2009) 580
Haupterwerbslandwirte (1979) 1.807
Haupterwerbslandwirte (2007) 549
Nebenerwerbslandwirte (1979) 3.883
Nebenerwerbslandwirte (2007) 1.307


Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

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